Geheimnis gelüftet: Marion Mender ist Geras Heldin der Herzen 2014

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Siegerin Marion Mender (links) erhält Glückwünsche von Oberbürgermeisterin Viola Hahn. Fotos: Martin Gerlach

Am Sonnabend hatten die OTZ Gera und die Preisstifter in das Kommunikationszentrum der Sparkasse eingeladen, um den „Held der Herzen“ 2014 zu ehren. Es war eine herzliche Begegnung. Gera. Sie hatte den letztmöglichen Bus genommen. Marion Mender wollte pünktlich sein, aber nicht zu lange auf den Start des Helden-Frühstücks warten müssen. Mit der Hand vor dem vor Staunen geöffneten Mund nahm sie zur Kenntnis, dass ihr die 1500 Euro Preisgeld gehören, die der Geraer Unternehmer Mike Fischer gestiftet hatte. „Warum ich, es sind doch so viele, die wunderbare Arbeit machen?“, fragte Frau Mender.
Sie hatte alle 18 Porträts gelesen. Auch wenn es ihr unwahrscheinlich erschien, den Preis zu erhalten – wenn es sie treffen sollte, wollte die 56-Jährige ihrer Schule etwas spenden. Sie ist Freizeitbetreuerin an der Ostschule. Schon schwärmt sie los vom Schulprojekt, für das jeder Schüler seinen Schmetterling zum Ausfüllen des riesigen Exemplars an einer Wand gestaltet.
In vier Sätzen stellten am Sonnabend die jungen Leserinnen und Jury-Mitglieder Katrin Moraske und Juliane Koziol die 18 von den OTZ-Lesern nominierten Helden der Herzen vor. Michaela Blumtritt, die krank zu Hause im Bett lag, wünschten sie beste Genesung. Nicht persönlich Danke sagen konnten sie Marcel Dally und Brigitte Rottmann.
Geras Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos) sagte in ihren Grußworten, dass jeder Tag geeignet sei, Danke zu sagen. Sie war dabei, als die Idee für die OTZ-Serie entstand und war begeistert, dass Menschen vorgestellt werden sollen, die eben nicht im Rampenlicht stehe, die aber mit Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Aufmerksamkeit gute Seelen für Gera sind. „Nicht nur, dass die Zeitung dieser Aktion viel Platz gewidmet hat. Mich beeindruckt ganz besonders, mit welchem Einfühlungsvermögen, mit wie viel Wärme diese Beiträge geschrieben wurden“, sagte sie.
„Das Wichtigste ist doch, Verantwortung zu übernehmen, für das was man macht“, berichtete Kunst- und Kreativtherapeutin Mandy Voigt von ihrem Credo.
„Es ist schön, dass es jemand sieht“, freute sich Gert Nürnberger, der Herr der Wertstoffe, über die öffentliche Würdigung. Puppenspielerin Antje Amrey, erzählte, dass sie Runden mit vielen Menschen gewohnt sei. Doch diesmal war alles anders. „Vor dem Sonnabend war mir eine Woche schlecht“, gestand sie. Beim Helden-Frühstück bot ihr Stricklehrerin Elke Kehr ohne große Worte ihre Hilfe für das Herstellen der Puppen an.
Sybille Mergner, die Vorsitzende der Interessengemeinschaft Söllmnitzer Kirche, meldete sich schon für die Jury-Mitarbeit für die zweite Auflage Ende des Jahres an.
Dann wollen auch die Erzieherin Juliane Koziol und die Studentin Katrin Moraske gern wieder dabei sein.

Martin Gerlach / 25.01.15 / OTZ

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